Galerie Glasmuseum Steina

Das Glasmuseum Steina, erstes seiner Art im Harz - klein, aber sehenswert.

  Allgemeines:


    Das in dem Gebäude der ehemaligen Gemeindeverwaltung Steina, Am Kirchplatz 2, untergebrachte Museum, sollte ursprünglich nur auf die Glasfertigung in den Waldglashütten des 16. und 17. Jahrhunderts ausgerichtet werden. Diese frühneuzeitlichen Produktionsstätten erlangten im Südharz um Bad Sachsa und Steina eine besondere wirtschaftliche Bedeutung. Ein wenig bekannter, jedoch wichtiger Teil unserer Heimatgeschichte. Angestoßen durch diese erste Museumsidee, wurde jedoch bald die Sammelleidenschaft entfacht und die Funde auf den Waldglashüttenplätzen zwischen Steina, Nüxey, Bad Sachsa und Wieda durch Glas nachfolgender Jahrhunderte aufgestockt. So hat sich zunehmend eine Linie entwickelt, die Gebrauchsglas der Waldglaszeit, frühes Manufakturglas bis hin zu Stücken der Gegenwart zeigt.
     

Die Ausstellung:


    Aus der Zeit von 1596 bis etwa 1700 lassen sich vier Glashüttenstellen im Steinatal und nochmals vier
    im Forstort Nüxey nachweisen.
    Zwischen Bad Sachsa und dem Weinglastal / Wieda sind weitere acht Hüttenplätze bekannt. Scherben,
    Glasfragmente verschiedenster Werkstücke, Teile von Gerätschaften und vieles mehr wurden von dort zusammengetragen und geben beispielsweise
    Auskunft über die Produktpalette:
    Trinkgläser und Flaschen in großer Variation, Destilliergeräte, Retorten, Schalen, Fensterglas usw.
    Daneben vermittelt ein Anschauungsbereich, gestaltet als Inneres einer kleinen Glashütte, Einblick in die Produktionstechnik damaliger Zeit.
    Insgesamt erschließt sich mit etwas Fantasie
    auch dem Laien die Arbeitswelt in den Waldglashütten
    der frühen Neuzeit.


Das Museum hat aber noch mehr zu bieten. Da ist z.B. Glas aus Uromas Zeiten: eine „erste“ Glühbirne, eine Fliegenfalle,
Uropas geliebter Weißbierpokal, die gehütete alte Schenkkanne mit Gläsern, Tintenfässchen und – ja, ihre Brillen.
Eine Serie „vornehmen“ Rosalinglases, eine Reihe Bügelflaschen längst vergessener Bierbrauereien, uraltes Manufakturglas,
ein vierhundert Jahre altes Fenster und vieles im Entstehen. Also lassen sie sich einfach überraschen.
Schauen sie rein und gewinnen an Durchblick. 

 

Weitere Exponate des Glasmuseums Steina

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